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Finswimming, Flossenschwimmen, Streckentauchen

Dahinter verbirgt sich eine dynamische, kraftvolle und ästhetische Sportart, die die schnellste Fortbewegungsart des Menschen im Wasser nur unter Ausnutzung der eigenen Muskelkraft darstellt. Finswimmer erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 3 m pro sec auf den Sprintdisziplinen (50m).

Der Sportler trägt entweder eine Maske aus Kunststoff, die der Gesichtsform angepasst ist, oder eine klassische Schwimmbrille. Beim Schnorchel handelt es sich um einen sogenannten Mittelschnorchel, d.h. er sitzt mittig vor dem Gesicht des Schwimmers. Der Schnorchel darf maximal eine Länge von 48 cm und einen Innendurchmesser von 23 mm aufweisen. Geschwommen wird entweder mit den handelsüblichen Duoflossen oder einer einzigen Flosse für beide Füße. Diese sogenannte Monoflosse hat eine ca. 12-15 mal größere Vortriebsfläche als man es vom normalen klassischen Schwimmen kennt. Im Gegensatz zu handelsüblichen Stereoflossen ist die Monoflosse auch nicht aus Gummi gefertigt, sondern besteht aus geschichtetem Glasfibermaterial.

Oberstes Ziel bei der Schwimmtechnik ist stets stromlinienförmig zu sein. Um dies zu erreichen, versucht der Sportler seinen ganzen Körper zu strecken. Die Arme werden nach vorn gestreckt und die Hände aufeinander gelegt. Weiterhin werden die Arme auf dem Kopf abgelegt. Der Bewegungsablauf ist eine Ganzkörperbewegung. Dabei vollzieht der Körper eine wellenartige Bewegung, wobei die Amplitude dieser Welle im Oberkörper recht gering ist und zu den Fußspitzen hin größer wird. Am besten lässt sich die Bewegung mit der eines Delfins vergleichen. Außerdem liegt der Kopf die ganze Zeit im Wasser. Dies ermöglicht, dass man noch stromlinienförmiger ist und noch schneller die Schwimmstrecke absolviert.

Im Wettkampf werden zwei Disziplinen unterschieden: Unter Wasser im Apnoeverhalten werden 50m als die schnellste Disziplin zurückgelegt.

Das 100, 400 und 800m Streckentauchen wird mit möglichst kleinen und leichten Pressluftflaschen (1-3 Liter Volumen) in vor dem Körper überstreckter Armhaltung absolviert. Diese Disziplinen verlangen ein hohes koordinatives Vermögen im Umgang mit den Drucklufttauchgeräten und der Monoflosse,vor allem am Start und der Wende. An der Wasseroberfläche schwimmen die "Flossis" die auch von den klassischen Schwimmern bekannten Wettkampfstrecken 50/100/200/400/800/1500m. Hier stellen die kurzen Distanzen und die 4x100m - Staffel immer einen Garanten für sehenswerte und spannende Wettstreite um die Medaillen dar. Im Freigewässer gibt es neben den Staffeln über 4x3000m und den 6000m auch einen "Marathon". Seit 2000 werden 20Km als die längste Disziplin mit 3,5 - 4 Stunden Wettkampfdauer absolviert.